Parlament sagt Ja zu Maxi-Begegnungszone
- saschasascha5
- 27. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Die grosse Umgestaltung von Schwalben-, Flora-, Konkordiastrasse kostet 1.9 Millionen. Das Stadtparlament hiess den Kredit gestern gut. Zwei Anträge auf mehr Parkplätze scheiterten.
Es ist schon fast ein Pionier-Projekt, das die Stadt in unserem Quartier plant: Drei Strassen werden im Zuge der Sanierung massiv umgestaltet und aufgewertet. Das Motto: Mehr grün, weniger grau. So werden 50 Bäume gepflanzt, Grünflächen angelegt, Parkplätze an den Rand der Strasse verlegt und mit Rasengittersteinen statt mit Asphalt bedeckt. Zudem gibt es neu Veloabstellplätze und Sitzgelegenheiten. Von den 46 öffentlichen Parkplätzen werden 14 gestrichen.
Bisher gab es schon einzelne sogenannte Begegnungszonen Maxi in der Stadt, aber nur kleine. So wird in der Axensteinstrasse derzeit eine erstellt (wir berichteten). Das geplante Projekt umfasst nun ein deutlich grösseres Gebiet.

Parkplatz-Anträge von FDP und SVP abgelehnt
Der Stadtrat brachte die geplante Maxi-Begegnungszone gestern, 26. August, vor das Stadtparlament (Link zum Geschäft mit vielen Infos). Dieses musste über den Verpflichtungskredit von 1'867'000 Franken befinden. Das Verdikt war klar: 36 Ja, 14 Nein und 5 Enthaltungen.
Zuvor gab es noch zwei Rückweisungsansträge. Die Fraktion FDP/Jungfreisinnige forderte auf die Parkplatz-Reduktion zu verzichten, unterlag aber mit 33 Nein, 17 Ja und 1 Enthaltung. Die SVP-Fraktion wollte ebenfalls keine Parkplatz-Reduktion, zusätzliche Ladestationen für E-Fahrzeuge, ein Kostendach von 2 Mio und eine Verschiebung des Projekts um fünf Jahre. Dieser Antrag erhielt 37 Nein und 17 Ja.
Einsprachen können noch verzögern
Wie geht es nun weiter? Nach Ablauf der Referendumsfrist erfolgt die öffentliche Planauflage. Mit den Bauarbeiten für das Strassenbauprojekt kann frühestens im Sommer / Herbst 2026 begonnen werden. Allerdings kann es gut sein, dass es Einsprachen gegen das Projekt geben wird und es sich dadurch verzögert. Entsprechende Drohungen gab es bereits in der Mitwirkung (wir berichteten).
Dass die Strasse überhaupt aufgewertet und nicht nur saniert wird, ist politisch gewollt. Sanierungen von Strassen, die ihr Lebensende erreicht haben, müssen seit 2021 dem «Reglement für ein gesundes Stadtklima» entsprechen. Es besagt, dass die Stadt Strassenflächen in Flächen für Bäume und Grünflächen umwandeln muss – 80000 Quadratmeter in den nächsten zehn Jahren. Dies soll helfen, das Stadtklima zu kühlen und damit den steigendenden Temperaturen infolge des Klimawandels entgegenzuwirken. (sas)
Flora-, Konkordia- und Schwalbenstrasse wie sie heute aussehen.






